Skiurlaub - Ladesicherung

Ski in die Dachbox, Skischuhe in den Kofferraum, Zurrgurte verwenden

Beim Bepacken des Autos sind einige Tipps zu beachten. "Skischuhe und Taschen auf der Rücksitzbank, Ski, Stöcke und Snowboard quer über die Sitze, Kleinigkeiten frei im Fahrzeug – was man da teilweise sieht, ist wirklich gefährlich. Denn ungesicherte Ladung kann schon bei einem Frontalcrash mit ca. 50 km/h Belastungen erzeugen, die dem 50-fachen des Eigengewichts entsprechen. Dann prallt ein 2-kg-schwerer Skischuh mit einer Wucht von bis zu 100 kg auf einen Fahrzeuginsassen", betont Konrad Rainer, Ladungssicherungsexperte der ÖAMTC Fahrtechnik.

Mit höherer Geschwindigkeit potenziert sich die Gefahr sogar - doppelte Geschwindigkeit bedeutet also vierfache Aufprallenergie.

Richtige Sicherung dauert nicht lange

Etliche Tests des ÖAMTC haben bewiesen: Gut gesichert bleiben alle Gegenstände an ihrem Platz und stellen keine Gefahr für die Insassen dar. "Die richtige Sicherung dauert meist nur ein paar Minuten. Im Ernstfall kann das Leben retten", appelliert Rainer an alle Skiurlauber.

"Egal ob man zu einem Ski-Tagesausflug unterwegs ist oder mit der Familie auf Urlaub fährt, Gepäck muss so verstaut sein, dass es sich bei Fahr- und Bremsmanövern nicht selbständig macht.

ÖAMTC Fahrtechnik-Tipps zur richtigen Ladungssicherung

  • Schweres in den Kofferraum und nach unten. "Koffer und Taschen gehören im Kofferraum möglichst weit unten an der Rückseite der hinteren Sitzbank platziert oder im hinteren Fußraum", erklärt der Ladungssicherungsexperte der ÖAMTC Fahrtechnik. Auf der Hutablage sollte gar nichts liegen, auf Rücksitzen nur, wenn es mit Zurr- oder Sicherheitsgurten gesichert ist. Werden Ski oder Snowboard im Innenraum transportiert, sollten die Kanten abgedeckt werden (Skisack oder Decke).
  • Sperriges in die Dachbox. Sicherer werden Gegenstände wie Ski oder Snowboard in einer Dachbox transportiert. Allerdings muss man auch hier die Ladung verzurren. "Ohne stabile Spanngurte zur Fixierung des Inhalts der Dachbox kann das Ladegut in einer kritischen Fahrsituation zur Gefahr werden", warnt Rainer. Beim Beladen muss man die maximal zulässige Nutzlast der Dachbox sowie die erlaubte Dachlast des Autos beachten.
  • Zurrgurte verwenden. Schwere Gegenstände sollten immer mit Zurrgurten oder -netzen gesichert werden. "Bei neueren Fahrzeugen sind Zurrpunkte, wo man die Gurte anhängen kann, serienmäßig", erklärt der Experte der ÖAMTC Fahrtechnik.
  • Sicherheitsgurte als Verstärkung nutzen. "Die Gurte können quer über die Lehne gespannt und geschlossen werden. Dadurch wird die Rücksitzlehne zusätzlich abgefangen", empfiehlt Rainer.
  • Lose Teile abdecken. "Taschen oder Einkaufskörbe, die lose Teile enthalten, sollten verschlossen oder zugedeckt werden", sagt der Experte der ÖAMTC Fahrtechnik. Bei Fahrzeugen mit Fließheck sorgen Sicherheitsnetze und Trenngitter für zusätzliche Sicherheit.
  • Freie Sicht. Wichtig ist beim Packen auch, dass die Sicht frei bleibt. "Der '3-S-Blick' also über Innenspiegel, Außenspiegel und über die Schulter, muss möglich sein", so der Tipp des Ladungssicherungsexperten der ÖAMTC Fahrtechnik.

Mangelnde Ladungssicherung – bis 5.000 Euro Strafe möglich

Nicht gesicherte Ladung kann auch strafbar sein. "Bis zu 5.000 Euro sind möglich. Außerdem kann die Weiterfahrt verboten werden", warnt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer. Verstöße gegen die Ladungssicherungspflicht werden sogar mit einer Vormerkung geahndet, wenn die Verkehrssicherheit gefährdet wurde. "Eine Tasche auf dem Rücksitz gehört hier nicht dazu. Sehr wohl aber schlecht montierte Ski und eine falsch beladene Dachbox, die sich selbständig machen, auf der Straße landen und den Nachfolgeverkehr gefährden", stellt Hoffer klar.
 
 

 

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